Der Rhein als Verkehrsweg

 

 

             

"Der Rhein vereinigt alles - er ist schnell wie die Rhone,(...) geschichtlich wie der Tiber, königlich wie die Donau, geheimnisvoll wie der Nil, goldbesät wie ein Strom Afrikas, bedeckt mit Sagen und Geistern wie ein asiatischer Fluss" (V.Hugo)

So romantisch beschreibt der französische Schriftsteller Victor-Marie Hugo den Rhein. Und tatsächlich spielte und spielt der Fluss mit seinen verschiedenen Funktionen eine wichtige Rolle für die Region. Zum einen ist der Rhein ein wichtiger Verkehrsweg, eine sogenannte Bundeswasserstraße.

Schon zu römischer Zeit wurde der Rhein als Handelsroute und Transportweg für die römischen Legionen und für Waren genutzt. Bereits im Jahr 55 vor Christus ließ Cäsar beim heutigen Koblenz die erste Rheinbrücke bauen. Einige Jahrhunderte später, im Mittelalter, stellte der Rhein den bedeutendsten Handelsweg in Nord-Süd-Richtung dar und zu den Zeiten der Hanse gelangten sogar Seeschiffe bis nach Köln.

Um den Oberrhein, also den Rheinabschnitt zwischen Basel und Bingen, vernünftig schiffbar zu machen, wurde der Fluss ab 1817 begradigt. Ein Problem zu den damaligen Zeiten war auch, dass die Schiffe auf ihrem Weg den Rhein entlang unzählige Landesgrenzen passierten und hier jeweils Zoll für ihre Waren zahlen mussten. Dies änderte sich erst im Jahr 1868, mit der sogenannten Mannheimer-Rhein-Schifffahrtsakte war nun ein freier Güterverkehr auf dem Rhein möglich. Bevor das Dampfschiff erfunden wurde, fuhren auf dem Rhein entweder Segelboote oder die Schiffe wurden vom Land aus von Tieren oder Menschen gezogen (Treideln). Mit dem Dampfschiff wurde der Rhein auch vermehrt für den Personenverkehr genutzt.

Heute ist der Rhein für Massengüter und Containerschiffe der beste und auch billigste Transportweg.

 

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heutige Schifffahrt auf dem Rhein   Q