Von der Agrar- zur Dienstleistungsgesellschaft

 

Die Wirtschaftsstrukturen in Deutschland und auch in der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich in den letzten 200 Jahren sehr stark geändert. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft, dem sogenannten primären Sektor, tätig. Durch die Industrialisierung gingen zum einen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft verloren und die Arbeiter wurden durch Maschinen ersetzt. Auf der anderen Seite entstanden viele Fabriken mit neuen Arbeitsplätzen, dem sogenannten sekundären Sektor. Auf diese Weise fand ein Wandel von einer Agrargesellschaft zu einer Industriegesellschaft statt.

Doch auch in der Industrie gingen die Arbeitsplätze wieder zurück. Dies lag an einer Steigerung der Produktivität und an der Automatisierung vieler Produktionsprozesse. Parallel hierzu entstanden Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich, dem tertiären Sektor.

Diese Entwicklungen wurden von dem französischen Ökonomen Jean Fourastié in der Drei-Sektoren-Hypothese dargestellt.

 

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Darstellung der Entwicklung der Sektoren mit Vorhersage bis 2100     Q