UNESCO - was ist das?

 

Die UNESCO ist die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), die für den Erhalt und den Schutz von besonderen Orten eintritt, indem sie diese zu Welterbestätten auszeichnet. Hierbei wird zwischen Weltkulturerbe (z. B. die Pyramiden von Giseh in Ägypten) und Weltnaturerbe (z. B. die Everglades in den USA) unterschieden. Einige Stätten, die so genannten "Gemischten Stätten", sind sowohl aufgrund der kulturellen als auch der natürlichen Kriterien zu Welterbestätten ernannt worden.

Der Begriff des „kulturellen Erbes“ (héritage) geht auf Henri-Baptiste Grégoire, Bischof von Blois, aus dem 18. Jahrhundert zurück. Eine wichtige Vorläuferfunktion für die UNESCO-Welterbestätten war unter anderem das Haager Abkommen vom 14. Mai 1954. Hier siehst du einen kleinen Ausschnitt aus diesem Schriftstück:

(Haager Abkommen vom 14. Mai 1954 für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten)
Haager Abkommen Q

 

Zu UNESCO-Welterbestätten werden herausragende Zeugnisse der Geschichte der Menschheit und der Natur, großartige Kulturleistungen und Naturphänomene ausgezeichnet. Dies können Baudenkmäler, Städteensembles, Industriedenkmäler oder auch Naturlandschaften sein. Sie erhalten das Emblem des UNESCO-Welterbes und werden unter besonderen, internationalen Schutz gestellt. Mit der Unterzeichnung der Welterbekonvention der UNESCO verpflichtet sich jedes Land, die innerhalb der eigenen Landesgrenzen gelegenen Denkmäler zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten. Neben dem Schutz des Erbes soll die Zusammenarbeit zwischen allen Menschen und Völkern gefördert und intensiviert werden (UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V., 4, 42).